Richtig Pause machen – Faulheit genießen!

Kennt ihr das Gefühl, ständig ein schlechtes Gewissen mit euch rumzutragen, wenn ihr in einer stressigen Phase seid? Gerade wenn man etwas für sich tun will, um wieder Energie aufzutanken ist es total blöd, wenn im Hinterkopf immer jemand mit erhobenem Zeigefinger sitzt, der dich ermahnt, dass du eigentlich produktiv sein solltest!

Da mich dieses Semester einige Prüfungen erwarten und ich eigentlich nichts schieben möchte, stecke ich schon bis zu beiden Ohren in der Prüfungsvorbereitung drin. Dabei fällt es mir schwer, mal so richtig abzuschalten. Nicht, dass ich die ganze Zeit was machen würde… Ich hab das Thema nur ständig im Hinterkopf und immer mit meinem schlechten Gewissen zu kämpfen. So kann ich mich auch in meinen „Pausen“ nicht richtig entspannen und fühle mich die ganze Zeit gestresst. Ich bin entweder ruhelos und gehetzt, kann so die schönen Momente nicht richtig genießen, oder müde und träge. Manchmal komme ich dann kaum vom Sofa hoch und so richtig produktiv kann ich dann auch nicht sein….

Allgemein ist es bei mir so wie bei den Meisten von euch wahrscheinlich auch… Wenn ich keine Lust habe, dann hab ich keine Lust! Dementsprechend langsam und unmotiviert bin ich dann auch in meinen „Produktiven“-Phasen. Es gibt aber auch Momente, in denen mir das Lernen und Vorbereiten wirklich Spaß macht, an diesen Tagen schaffe ich so viel wie ansonsten in einer ganzen Woche nicht!

Nachdem mir das mal wieder aufgefallen ist, lag die Frage natürlich auf der Hand…

Wie schaffe ich es, öfter in diesen Lern- und Energie-Flow zu kommen?

Ich habe dabei festgestellt, dass das, was mich am meisten belastet, mein schlechtes Gewissen ist, das ich durchgängig mit mir herumtrage. Gleichzeitig aber auch der Druck, jeden Tag durchzuplanen um bloß keine Zeit zu verschwenden… Versteht mich nicht falsch, meine „to-Do“- Listen helfen mir total dabei, fokussiert auf mein Ziel zuzugehen und meine täglichen Aufgaben gut zu bewältigen, aber jeden Tag mit einer langen Liste (kurze lohnen sich ja nicht aufzuschreiben… und wenn man so dabei ist, fällt einem doch immer noch was ein, was schon längst hätte gemacht werden müssen 😉) zu beginnen kann auch sehr anstrengend sein.

Deshalb habe ich diese Woche das erste Mal versucht gezielt alles unter der Woche wegzuschaffen und meine Listen abzuarbeiten. Das Wochenende war dadurch komplett frei und da ich es mir ja genau so geplant hatte, hatte ich auch kein schlechtes Gewissen beim Entspannen.

Ich hab mich gefühlt wie mit achtzehn nach dem Abi… Einfach nur am See liegen, die Sonne genießen und Musik hören, ohne irgendeinen Gedanken an „to-Do“-Listen oder Verpflichtungen. Einfach mal wieder Zeit nur Dinge zu tun, die ich liebe und die mir neue Energie geben. Ich komme mir vor als wäre ich aus einem Kurzurlaub zurückgekommen und das obwohl ich Augsburg nicht einen Tag verlassen habe.

Jetzt schaue ich wieder positiv auf die nächste (ganz schön vollgeplante :D) Woche und freue mich sogar wieder darauf, mich an mein Lernzeug zu setzen und weiterzuarbeiten. Diesen Gedanken hatte ich bis vor kurzem glaube ich noch nie!

Ich teste das ganze jetzt nochmal ein paar Wochen aus und berichte euch dann nochmal genauer da drüber… Eine Freundin hat mir sogar ein Buch zu dem Thema empfehlen können, vielleicht schaffe ich es ja mal, einen Blick reinzuwerfen, um noch ein paar andere Anreize zu finden, mit denen Pausen wirkliche Pausen werden, in denen man einfach abschalten und genießen kann.

Falls ihr noch Anregungen dazu habt, immer her damit ich freu mich drauf!

Habt eine schöne Woche und bis nächsten Sonntag!

 

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