Erste Hilfe bei Selbstzweifeln

Es gibt Situationen, in denen man einfach von Selbstzweifeln überrollt wird. Oft sind das aber gerade Situationen, in denen es wichtig ist selbstbewusst aufzutreten. Statt also voller Mut und Tatendrang die Herausforderung zu meistern, ist man gelähmt von den Selbstzweifeln.

Natürlich ist das große Ziel dein Selbstvertrauen und dein Selbstwertgefühl zu verbessern. Also das Vertrauen in dich und deine Fähigkeiten und deine Meinung über dich selbst. Ziel ist es, dass du stolz auf dich bist, genau so wie du in dem Moment gerade bist und dir selbst Vertrauen schenkst. Das ist bei den meisten Menschen jedoch ein Prozess, der eine Weile dauert und für den man sich immer wieder mit sich selbst auseinandersetzen muss. Ich hoffe du begleitest mich auf diesem Weg und wir finden gemeinsam mehr Sicherheit und Zufriedenheit. Für die schwierigen Phasen zwischendurch möchte ich dir ein paar einfache Tipps mitgeben, die du für dich ausprobieren kannst.

5 Tipps für mehr Selbstsicherheit

1. Durchatmen:

Wenn du in einer Situation bist in der du nicht unbedingt sein musst, gehe doch einfach mal kurz raus und atme ein paar Mal tief durch. Achte dabei genau auf deine Atemzüge. Wie fühlt es sich an einzuatmen? Wie fühlt es sich an auszuatmen?

Mir hilft es, wenn ich mir vorstelle, dass ich beim Ausatmen den ganzen Mist und die nervigen Gedanken aus mir rauslasse und beim Einatmen frische und leichte Luft in meinen Kopf lasse.

Für den einen oder anderen hört sich das vielleicht ein bisschen befremdlich an, aber mir hilft es sehr gut um einfach wieder aus dieser Spirale an Gedanken rauszukommen und zur Ruhe zu kommen.

Probiere es doch nächstes Mal einfach aus, was oder ob du dir etwas dabei vorstellt ist deine Sache, du kannst auch einfach nur für ein zwei Minuten nur auf deine Atmung hören, das beruhigt auch schon total.

2. Blickwinkel ändern:

Mache dir bewusst, dass nur weil du etwas denkst, es nicht automatisch real ist. Oft denkt man viel kritischer über sich selbst als andere. In solchen Situationen machst du dich also für Sachen fertig, die andere nicht mal wahrnehmen… das ist doch einfach skurril, oder?

Deshalb versuche deine Gedanken zu kontrollieren, denn wenn du fest daran glaubst machst du es selbst zu deiner Realität. Dein Umfeld sieht das, was du ihm zeigen möchtest. Je mehr du dich selbst runtermachst, desto mehr sehen es andere.

Deshalb versuche mal ganz bewusst deine Selbstzweifel etwas objektiver zu betrachten…

Jetzt überlege dir wie du reagieren würdest, wenn ein guter Freund diese Sätze, die du selbst immer wieder wiederholst, zu dir sagen würde. Die Freundschaft würde wahrscheinlich nicht mehr so lange anhalten… weshalb sprichst du also so mit dir selbst?

Probiere jetzt die Situation umzudrehen. Was würdest du sagen, wenn ein Freund dir von diesen Zweifeln erzählen würde? Da würde dein Urteil wahrscheinlich ganz anders aussehen…

Ich weiß gerade in schwierigen Situationen hat man oft das Gefühl keine Zeit für solche Gedankenspiele zu haben… Aber es reicht schon, wenn du einfach nur kurz darüber nachdenkst und je öfter du das machst, desto einfacher wird es.

3. Einzigartigkeit:

Höre auf dich zu vergleichen. Ich weiß das ist leichter gesagt als getan, aber versuche doch einfach mal darauf zu achten, wie oft du dich am Tag mit anderen vergleichst. Dabei sollten andere doch überhaupt keine Rolle spielen. Wir sind alle einzigartig und wieso sollte man da das Vergleichen anfangen?

Probiere dich jedes Mal, wenn du merkst, dass du dich vergleichst, dabei zu stoppen und dir in Erinnerung zu rufen, dass du perfekt bist genauso wie du bist.

Du bist genau richtig!

Probiere es mal aus dir immer, wenn du in den Spiegel siehst, etwas Nettes zu sagen. Was findest du toll an dir, worauf bist du stolz… was macht dich einzigartig?

Das kann am Anfang etwas schwierig sein, weil wir es oft nicht mehr gewohnt sind uns selbst positiv und liebevoll zu betrachten. Aber das kann doch eigentlich echt nicht sein, oder? Deshalb gib nicht auf, ich versichere dir, dass es so viele Dinge gibt, die dich besonders machen… du musst sie nur unter den Selbstzweifeln wieder finden 😉

4. Stimme ändern:

Ich habe ja letzte Woche schon einen Blogpost zum Thema „innerer Kritiker“ hochgeladen. Hier findest du ganz viele Tipps, wie du deine innere Stimme, die dir immer wieder Selbstzweifel einredet, nicht mehr so glaubhaft machst und dich nach und nach mit deinem inneren Kritiker immer mehr anfreunden kannst.

5. Eigene Erfolge:

Erinnere dich an deine Erfolge. Du hast schon so vieles in deinem Leben gemeistert auf das du stolz sein kannst. Erinnerungen an frühere Erfolge geben dir Kraft und Mut. So werden die Selbstzweifel ein bisschen kleiner und das Selbstvertrauen wächst.

Unser Gehirn arbeitet ein bisschen wie ein Muskel, wir können unser Denken also trainieren. Je öfter wir also unsere Selbstzweifel überdenken, desto leichter wird es und desto weniger Selbstzweifel kommen überhaupt auf. Deshalb ist es wichtig immer fleißig zu trainieren um endlich sich selbst voller Selbstliebe, und Selbstvertrauen zu sehen … Das hat nichts mit Egoismus zu tun. Je mehr du dich liebst, desto leichter fällt es dir dein Umfeld zu lieben… habe ich mal gehört 😉 (und auch selbst schon erlebt).

Ich hoffe ihr könnt euch ein bisschen was mitnehmen aus dem Text. Schreibt mir gerne eure Tipps um Selbstzweifel zu verscheuchen.

Bis nächste Woche 😊

 

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