Selbstzweifel… Was ist das für ein Mist?

Ich glaube jeder hat immer wieder mal mehr und mal weniger mit Selbstzweifeln zu kämpfen. Manche Menschen tragen ihre Selbstzweifel und Unsicherheiten mehr nach außen als andere… Aber letztendlich kennt jeder das Gefühl in irgendeiner Form, dabei ist es völlig egal wie perfekt das Leben nach außen aussieht.

Deshalb möchte ich euch in diesem Monat ein bisschen an meinem Blick auf Selbstzweifel teilhaben lassen. Ich möchte meine eigenen Erfahrungen, aber auch kluge Ideen anderer mit euch zu diesem Thema teilen um die eigenen Zweifel besser kennenzulernen und zu besiegen. Als Einstieg gibt es heute erstmal meine Erfahrungen und die ersten Fragen, die ich mir zum Thema gestellt habe.

Was sind Selbstzweifel überhaupt?

Ich glaube jeder kennt das Gefühl, dass von Selbstzweifeln ausgelöst wird. Wahrscheinlich wirkt es sich bei jedem ein bisschen anders aus. Ich fühle mich traurig, nicht gut genug und ganz klein. Gleichzeitig habe ich das Gefühl die ganze Welt schaut genau auf den Grund meiner Zweifel.

Aber was ist eigentlich die Definition von Selbstzweifeln?

Wie der Name es ja schon sehr deutlich sagt, zweifelst du an dir Selbst. Du bist unzufrieden mit dir und deiner Leistung und hast vielleicht auch Angst vor deinem eigenen Handeln, Möglichkeiten oder Wünschen. Es wird deshalb auch von einer Selbstunsicherheit gesprochen. Dabei nimmst du dich selbst sehr subjektiv wahr und die Gefahr ist groß, dass du viele positive Seiten übersiehst.

Eine Definition von Selbstzweifeln ist beispielsweise die

„Unsicherheit, bestimmte Ziele zu erreichen oder positiv auf andere Personen zu wirken; Ergebnis von Unzufriedenheit mit sich selbst, die von der Gegenwart in die Zukunft projiziert wird. Je länger die Selbstzweifel andauern, desto negativer wird das Bild von der eigenen Person. Man sucht geradezu nach weiteren Hinweisen auf persönliche Unzulänglichkeiten und übersieht dabei alle positiven Entwicklungen“ (Spektrum: Lexikon der Psychologie)

Nachdem ich diese Frage für mich geklärt hatte, kam direkt die nächste…

Wieso zweifeln wir überhaupt so oft an uns selbst?

Schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit, fehlendes Vertrauen, Minderwertigkeitskomplexe und soziale Ängste können Gründe für Selbstzweifel sein. Aber auch Stress, der bei Überforderung auftritt, oder der ständige Vergleich mit anderen kann der Ursprung deiner Zweifel sein. Gerade in unserer heutigen Zeit vergleichen wir uns ständig mit irgendwelchen Utopien, welche uns in den Medien als ganz natürlich und realistisch dargestellt werden. Wir sind immerzu auf der Jagd nach Anerkennung von anderen für unser Aussehen oder unsere Leistungen. Oft zählen die Vorstellung anderer über das perfekte Leben mehr als unsere eigenen. Manchmal passiert es auch, dass man die eigenen Vorstellungen und Wünsche gar nicht mehr findet, da sie so tief unter den Vorstellungen anderer Vergraben sind. Es ist so leicht sich selbst in diesem Chaos immer mehr zu verlieren und die Vorstellungen anderer für die eigenen zu halten und zu akzeptieren.

Es gibt so viele verschiedene Gründe, warum wir unter Selbstzweifeln leiden. Aber die meisten führen zum Thema Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein zurück…

Was für eine Wirkung haben Selbstzweifel?

Bei mir gibt es mittlerweile viele gute Tage, an denen ich sehr zufrieden mit mir und meinem Leben bin, an denen ich mein Leben feiere und einfach glücklich bin so zu sein wie ich bin. Aber es gibt auch immer wieder Tage an denen es mir vielleicht aus anderen Gründen (Krankheit, Konflikte…) nicht so gut geht und meine Selbstzweifel aufkommen… Sie lähmen mich und machen mich unglücklich. An solchen Tagen lenke ich meine Achtsamkeit manchmal bewusst manchmal unbewusst immer mehr auf die Punkte die mir negativ auffallen als auf die, die gut laufen. Es dauert nicht lange und ich bewege mich immer weiter in einen Teufelskreis aus selbstzerstörerischen Gedanken aus dem ich nur schwer wieder herausfinde.

Was hilft bei Selbstzweifeln?

Für mich ist es sehr wichtig Abstand zu gewinnen. Ich versuche mir die Entwicklung und das „Reinsteigern“ bewusst zu machen. So kann ich mich langsam Stück für Stück wieder zu einer gesünderen Selbstwahrnehmung bewegen. Ich suche gezielt nach schönen Dingen, auf die ich stolz bin oder für die ich dankbar bin. Oft hilft mir auch Musik und Bewegung wieder einen klaren Kopf zu bekommen. Dazun habe ich in den letzten Monaten auch schon ein bisschen was geschrieben falls ihr noch ein bisschen mehr Inspiration braucht. 🙂

Aber wenn wir mal ganz ehrlich sind, ist das mit den Selbstzweifeln doch alles Mist! Warum ist es für uns normal Selbstzweifel zu haben? Warum können wir nicht einfach mal zufrieden sein mit dem was wir haben? Ich ärgere mich da wirklich manchmal über mich selbst, wenn ich mal wieder so einen Tag hatte, den ich damit verbracht habe mich selbst runterzumachen. Sowas dummes!

Je mehr wir versuchen es anderen recht zu machen, desto weiter entfernen wir uns von uns selbst. Die Unsicherheit steigt und wir wollen es noch mehr allen recht machen.

Wieso trauen wir uns nicht die einzigartigen und wunderschönen Menschen zu sein, die wir sind?

Lieber mit dem Strom schwimmen als glücklich sein?

Wieso machen wir uns selbst lieber klein als für uns einzustehen und stolz zu sein?

Ich glaube leider wird es immer wieder Situationen in unserem Leben geben in denen wir mit Zweifeln an uns selbst zu kämpfen haben (Auch wenn ich es immer noch doof finde). Wichtig ist mir dabei aber, dass es mich nicht aus der Bahn schmeißt oder mir Chancen verbaut. Deshalb ist es aus meiner Sicht wichtig sich mit dem Thema auseinanderzusetzen… die eigenen Zweifel immer wieder zu hinterfragen und verschiedene Methoden auszuprobieren mit diesen umzugehen. Es wäre doch schade, wenn du dein Leben und dein einzigartiges Ich verpasst vor lauter Zweifeln.

„Lass dich nicht unterkriegen, sei frech und wild und wunderbar!“ (Astrid Lindgren)

Nächsten Sonntag gibt’s dann mehr zum inneren Kritiker und wie man den einfach mal auf stumm schalten kann 😊

Habt einen schönen Start in die Woche und bis nächsten Sonntag

 

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