5 Punkte für mehr Energie im Alltag (Teil 2)

So jetzt gibt es auch endlich den zweiten Teil vom Blogpost (Hier geht’s zum ersten Teil). Nachdem wir die Punkte Gesundheit, Soziale Kontakte und Planung schon besprochen haben geht es jetzt darum, wie du deine Energie mithilfe von den doch erst mal gegensätzlichen Punkten Kontrolle, Akzeptanz und Loslassen im Alltag wiederfindest.

Denn ich denke jeder von uns kennt das Gefühl, einfach keine Energie für irgendetwas zu haben. So passiert es leicht, dass man im Alltag nur die Pflichten erfüllt und die schönen Dinge vergisst (oder zu anstrengend findet nach den Pflichtaufgaben).

 

Kontrolle

Selbstdisziplin

Es wurde in einer Studie gezeigt, dass Menschen die selbstdiszipliniert sind sich seltener in Konfliktsituationen begeben (und sich somit gar nicht erst zwischen zwei Optionen entscheiden müssen). Innere Konflikte kosten eine Menge Energie, manche müssen ausgetragen werden, anderen kannst du aber auch einfach aus dem Weg gehen. Bei mir ist es zum Beispiel der Süßkram. Ich weiß genau, dass mir das Zeug nicht gut tut und ich danach oft Bauchschmerzen habe oder total müde bin… aber wenn es da ist, dann esse ich es auch, deshalb versuche ich es zu vermeiden mir selbst Süßzeug zu kaufen (Wenn ich alleine bin klappt das meistens ganz gut, aber sobald ich bei meiner Familie bin geht’s los… da muss ich echt noch ordentlich an meiner Disziplin arbeiten :D).

Kontrollüberzeugung

Gerade in Stresssituationen kann dir die eigene Kontrollüberzeugung unglaublich helfen Energie zu sammeln. Die Kontrollüberzeugung ist eigentlich genau das was der Name schon sagt. Sie ist die Überzeugung darüber, die Kontrolle über die Situation zu haben. Um also voller Elan an für dich stressige (denke daran, Stress hat keine Wertung ;)) Situationen herangehen zu können ist es wichtig, dass du vollkommen überzeugt bist, dass DU die Kontrolle hast. Sonst passiert oft das Gegenteil und Selbstzweifel haben ein leichtes Spiel mit dir. Diese Überzeugung wächst automatisch mit jeder Aufgabe die du positiv bewältigst. Deshalb ist es oft sinnvoll sich kleine Ziele, auf dem Weg zu einem großen Ziel, zu setzen. So kannst du ganz nebenbei deine Kontrollüberzeugung und dein Selbstwertgefühl aufbauen.

Gedanken und Gefühle

Wie gerade schon beschrieben, haben deine eigenen Gedanken einen riesen Einfluss auf dich. Wenn du mit dem Gedanken „Das schaffe ich eh nicht!“ oder „Ich habe keine Energie mehr irgendetwas zu tun“ an eine neue Situation rangehst ist ziemlich klar was passiert… zumindest in den meisten Fällen passiert gar nichts, oder schlimmer noch, du hast danach auch noch ein schlechtes Gewissen und Zweifel. Deshalb achte genau darauf, was du denkst und wie du deine Gedanken beeinflussen kannst. Am Anfang ist es schwierig, das gebe ich zu, aber wie immer macht Übung den Meister!

Bei mir hat das, das erste Mal beim Joggen geklappt. Ich habe festgestellt, dass immer wenn ich keine Lust mehr hatte, ich Seitenstechen bekommen habe. Mitlerweile tritt das nur noch selten auf, aber wenn doch, dann hilft es mir, mir vorzustellen, den Schmerz auszuatmen und Heilung einzuatmen. Ich weiß, das hört sich für den einen oder anderen vielleicht ein wenig befremdlich an, aber mir hilft es. Deshalb hole dir die Macht über deine Gedanken zurück und nutze sie um positiv und energiegeladen durch den Tag zu gehen!

Das gleiche gilt auch für deine Gefühle. Wir verknüpfen oft bestimmte Gefühle mit konkreten Situationen. Versuche dir diese Verknüpfungen bewusst zu machen. Sind sie alle zu deinem Vorteil? Wahrscheinlich nicht.

Versuche diese Situationen und die dazugehörigen Gefühle aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Vielleicht gelingt es dir, die Verknüpfungen aufzuheben um anschließend neue für dich hilfreiche aufzubauen. Bei mir war zum Beispiel Sport lange mit dem Gefühl nicht gut genug zu sein verknüpft. Deshalb war ich nie ein großer Fan von irgendwelchen sportlichen Aktivitäten. Durch das Üben von Yoga ist es mir gelungen diese Verknüpfung zu verändern. Mittlerweile liebe ich es Sport zu machen und es ist mir egal ob und was andere über mich sagen.

Deshalb achtet auf eure Gedanken und Gefühle, beobachtet welche Auswirkungen haben und nutzt sie als Energiequelle!

Akzeptanz & Loslassen

Es gibt ein wunderschönes und für mich persönlich sehr befreiendes Zitat des Buddhas, was ich an dieser Stelle gerne mit dir teilen möchte:

„Wenn du ein Problem hast, versuche es zu lösen. Kannst du es nicht lösen, dann mache kein Problem daraus.“

Manchmal ist man in einer Situation, die man einfach nicht ändern kann. Da hilft es nicht, sich durchgehend darüber aufzuregen oder traurig zu sein… im Gegenteil, es verstärkt das ganze nur noch und du empfindest die Situation als noch schlimmer, nerviger oder was auch immer. Deshalb versuche sie zu akzeptieren (ich weiß es ist schwer), das Leben ist voller Veränderung. Höchstwahrscheinlich ist die Situation nicht für die Ewigkeit, sondern geht vorbei. Aber selbst wenn du kein Ende absehen kannst, willst du dein Leben wirklich damit verbringen, dich über Dinge zu ärgern oder lieber damit, dich über neue Dinge zu freuen? Denn meistens sind wir blind für die schönen Dinge, wenn wir uns über etwas anderes ärgern.

Deshalb frage dich jedes Mal, wenn du dich über etwas ärgerst: Kann ich es ändern?

Ja → Wie kann ich es verändern und bin ich bereit das zu tun?

Nein → Versuche das Beste daraus zu machen und akzeptiere die Dinge so wie sie sind.

Verzeihen

Trägst du schon lange unausgetragene oder nur halb ausgetragene Konflikte mit dir herum? Dann überlege dir, ob es Sinn macht den Konflikt entgültig auszutragen. Wenn nicht, dann gilt wieder: akzeptiere es und verzeihe. Ich weiß das ist einfacher gesagt als getan, gerade wenn man persönlich sehr verletzt wurde. Aber meistens weiß die Person gar nicht genau, was in dir vorgeht oder hat den Vorfall sogar schon vergessen. Währenddessen verschwendest du immer wieder darauf an den Konflikt zu denken. Ich kenne das von mir selbst sehr gut, mir fällt es schwer zu verzeihen, wenn ein bestimmtes Maß überschritten wurde… aber ich habe erkannt, das ich mir damit nur selbst wehtue und niemandem helfe. Deshalb versuche ich mich immer mehr von meinen „Altlasten“ zu befreien… und ich kann euch sagen, es tut unglaublich gut!

Ängste

Akzeptiere deine Ängste, aber lass dich nicht von ihnen beherrschen. Frage dich, ob es einen sinnvollen Grund für diese Angst gibt und was im schlimmsten Fall passieren würde. Traue dich kleine Schritte zu gehen, wenn du dich in deinem Leben eingeschränkt fühlst. Es sind unglaubliche Erfolgserlebnisse, wenn du über dich selbst hinauswächst und deine Ängste und Grenzen überwindest. Diese Erlebnisse sind aus meiner Erfahrung genauso wichtig für die persönliche Entwicklung, wie das Fehler machen. Deshalb traue dich, aber überfordere dich nicht!

Minimalismus

Manchen Menschen fällt es sehr leicht minimalistisch zu leben. Für mich ist es bisher noch keine Option mich in dieser Hinsicht total einzugrenzen (Ich weiß es wird dabei die Freiheit versprochen, aber für mich fühlt es sich nicht so an), Ich mag es beispielsweise Reisesouvenirs in meiner Wohnung zu haben und darauf möchte ich nicht verzichten. Aber ich miste regelmäßig meine Klamotten aus und möchte mir auch meinen restlichen Dekokram mal vornehmen, wenn ich wieder daheim bin. Denn für mich ist das Gefühl ein bisschen was von dem Kruscht wegzugeben immer sehr befreiend. Vielleicht kann man damit sogar noch einem anderen Menschen eine Freude machen und der Gegenstand wird weiter genutzt (Mir fällt es meistens leichter Dinge zu verschenken als sie wegzuschmeißen… das ist mir dann oft zu schade und ich behalte sie doch).

Vielleicht gibt es bei dir ja auch eine Schublade, die du nur ungern öffnest. Fange hier an und schaue, ob du wirklich alles darin brauchst. Vielleicht gelingt es dir ja ein bisschen was auszusortieren. Ansonsten mache dir Gedanken, wie du das ganze umstrukturieren kannst, um mehr Ordnung zu haben.

Ich hoffe ihr konntet euch ein bisschen was davon mitnehmen und euren Alltag so besser für euch gestalten. Bei Fragen und Anmerkungen schreibt mir gerne!

Nächste Woche gibt es dann einen kurzen Rückblick auf den Februar, ich freue mich auf euch 🙂

 

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