5 Punkte, die dir zu mehr Energie im Alltag verhelfen

Da wir uns jetzt schon ein bisschen mit Energieräubern und Energiebringern auseinandergesetzt haben, gibt es heute eine kleine Zusammenfassung zum Thema Energie. Dabei geht es hauptsächlich darum, was andere schlaue Menschen bereits herausgefunden haben und in Studien belegt wurde. Da der Text ein bisschen länger als geplant wurde, habe ich ihn in zwei geteilt, den nächsten Teil gibt es dann nächsten Sonntag zu lesen.

Dr. med. Sabine Schönert-Hirz schreibt in ihrem Buch „Energie statt Stress“, dass Energie immer im Übermaß vorhanden ist, und wir nur lernen müssen, unsere eigenen Fesseln von den Energiequellen zu lösen. Unser Körper, wie auch unsere Gedanken und Gefühle sind vor Energie sprudelnde Quellen, die wir jederzeit nutzen können. Dafür ist es wichtig, unseren Körper richtig zu behandeln, die eigenen Gefühle zu erforschen und die Gedanken zu ordnen.

Mein Rückblich: Energiebringer

Als erstes gibt es aber noch einen ganz kurzen Rückblick auf meine Energiebringer der letzten Woche. Da ich leider gesundheitlich ein bisschen angeschlagen war/bin, war das mit der Energie ein eher leidiges Thema und meine Tage haben größtenteils aus Schonen bestanden. Trotzdem habe ich natürlich gemerkt, was mich positiver stimmt und mir wieder ein bisschen mehr Elan gegeben hat. Dazu hat auf jeden Fall das Herumalbern mit Freunden und meiner Familie gehört. Auch das Gefühl, eine Aufgabe endlich abgeschlossen zu haben, hat mir ein sehr gutes Gefühl gegeben. Eine gesunde Ernährung und entspannte Bewegung haben mich motiviert und mir zusätzlich Energie gegeben. Am meisten hat sich für mich jedoch mein eigenes Denken auf meine Energie ausgewirkt. Mit einer positiven und freudigen Stimmung ist die Energie gleich mitgekommen.

Wie ich letzte Woche schon gesagt habe, ist das Thema Energie sehr individuell und das, was mir Energie gibt, entzieht einem anderen vielleicht mehr Energie (ja ich weiß, diese Woche war sehr moderat bei mir, aber ansonsten steht bei mir als Energie-Booster beispielsweise deutlich mehr Sport auf dem Programm 😉). Andersherum geht das natürlich genauso, also nehmt alles, was ich hier schreibe einfach als kleine Inspiration zu mehr Achtsamkeit für euren eigenen Körper und probiert selbst aus, was euch taugt und was nicht.

In ein paar Punkten sind sich jedoch sehr viele verschiedene Wissenschaftler und Philosophen einig und die möchte ich euch gerne als Monatsabschluss noch mit auf den Weg geben.

Gesundheit

Das man mehr Energie hat, wenn man gesund und quietschfidel ist, ist glaube ich für jeden einleuchtend. Trotzdem möchte ich hier noch einmal ein paar Punkte wiederholen und betonen.

Stress

Ein Punkt, den ich bisher nur wenig angesprochen habe ist der Stress. Für die Meisten von uns (mich eingeschlossen) war Stress immer nur negativ verknüpft, dabei brauchen wir ihn ganz dringend, um unseren Alltag bewältigen zu können. Früher hat man zwischen Eustress (positiver Stress) und Distress (negativer Stress) unterschieden. Mittlerweile ist man davon aber abgekommen und es geht viel mehr um die Dosis des Stresses. Denn selbst eine Situation die mit „positivem Stress“ verbunden ist, also beispielsweise Sport, kann bei einer zu hohen Dosis zu Überforderung führen. Diese Dosierung ist somit ganz individuell für jede Situation und jeden Menschen. Deshalb gilt wieder: Sei achtsam mit dir und deinem Körper. Das wichtigste ist eigentlich, dass es eine Balance zwischen Stressphasen und Erholungsphasen gibt. Wir sind keine Opfer von Stress, sondern können selbst kontrollieren, wie er sich für uns anfühlt und ob wir daraus Energie ziehen oder uns Energie entziehen lassen.

Bewegung

Der nächste Punkt ist ganz klassisch die Bewegung, ich weiß, der ein oder andere ist wahrscheinlich schon ziemlich genervt davon, aber da müsst ihr jetzt durch (oder wenn’s ganz schlimm ist, einfach den Absatz überspringen 😉). Es geht dabei nicht darum, dass jeder total viel Sport machen und ständig ins Fitness rennen muss. Vielmehr geht es um regelmäßige moderate Bewegung, also zum Beispiel für den Anfang 3 mal die Woche ne halbe Stunde spazieren. Achtet dabei darauf, dass ihr nicht außer Atem kommt und steigert die Intensität, so wie ihr euch genau an diesem Tag fühlt.

Durch diese Bewegung wird euer Körper, neben den ganzen anderen, oft besungenen, positiven Auswirkungen von Ausdauersport, auch die Fähigkeit zum Abschaltens des Stressmodus trainiert. Die Bewegung ist eine kleine kontrollierte Stresssituation für deinen Körper und die freigesetzte Energie wird direkt in die richtigen Bahnen geleitet. Nach dem Spaziergang ist die Stresssituation somit beendet und der Körper schaltet ab. Je öfter du dieses Abschalten trainierst, desto leichter fällt es dir auch, im Alltag Erholungspausen einzubauen (in denen du dich tatsächlich auch Entspannst).

Weitere Punkte sind die ausgewogene Ernährung, wobei besonders die basenreiche Ernährung hervorgehoben wird, und genügend erholsamer Schlaf.

Freunde & Sozialverhalten

Beziehungen

Bei Freundschaften ist es wichtig, darauf zu Achten, dass es ehrliche und ausgewogene Beziehungen sind. Hier zählt ganz klar die Qualität, nicht die Quantität (Das wurde sogar durch Studien erwiesen)! In meinen Recherchen bin ich auf einen Spruch des Dalai Lama gestoßen, der von der Autorin Felicitas Heyne recht frei übersetzt so klingt:

„Trenne dich von Menschen, die sich ständig nur beklagen, über Probleme jammern, schlimme Geschichten erzählen oder über andere herziehen. Wenn jemand nach einem Mülleimer für seinen Abfall sucht, sieh dich vor, dass es nicht dein Geist ist!

Das soll nicht heißen, dass du dir nie wieder die Probleme anderer anhören sollst bzw. deine eigenen Probleme nicht mehr mit anderen teilen sollst. Es geht darum, zu überprüfen, welche Beziehungen in der Hinsicht ausgewogen sind (schließlich hat jeder mal einen schlechten Tag, oder hat ernste Probleme) und welche vielleicht auch nicht. Oft entziehen einem solche Kontakte viel Energie und man fühlt sich danach ausgelaugt und hat vielleicht sogar mit Selbstzweifeln zu kämpfen. Gerade der zweite Teil des Zitats macht diesen Umstand finde ich sehr deutlich. Deshalb achte auf dich und sei ehrlich zu dir und deinen Mitmenschen.

Nein

Dazu gehört es auch, sich selbst im Kontakt mit anderen richtig einzuschätzen und sich nicht zu „falschen“ Aussagen hinreißen zu lassen. Versprechungen und Zusagen werden oft ausgesprochen, um dein Gegenüber nicht zu verletzen, aber an erster Stelle solltest du dabei immer an dich denken. Es liegt in deiner Verantwortung, Entscheidungen für dich zu treffen. Dein Gegenüber sollte diese nicht für dich übernehmen müssen. Du alleine bist für dein Wohlergehen zuständig! Deshalb überleg vor deiner Antwort kurz, ob du diese Zusage wirklich geben möchtest. Trau dich, Nein zu sagen. Denn ein ehrliches Nein ist besser als eine gezwungene Zusage. Natürlich kann es sein, dass dein Gegenüber dann vielleicht enttäuscht ist, aber dieses Gefühl wird vergehen. Denn wenn du der Person wichtig bist, sollte sie verstehen, warum du in diesem Moment keine Zusage geben konntest.

Planung

Routine

Gib dir selbst ein bisschen Struktur und schaffe dir eigene, kleine Erfolgserlebnisse für jeden Tag. Routinen können helfen, bestimmte Stimmungen zu verstärken. Beispielsweise kann eine Morgenroutine helfen, frisch und aufgeweckt in den Tag zu starten und eine Abendroutine kann das Schlafverhalten verbessern. Aber mach dir jetzt bitte nicht den Druck, die ultimative Routine aufzubauen. Schau was dir gut tut und dich in deinem Vorhaben unterstützt. Sehr schön finde ich hierzu den Blogpost von der lieben Chrissi von zentresures zum Thema Morgenroutine.

Schieben

Versuche, Aufgaben nicht zu lange vor dir herzuschieben (ich mache das auch viel zu oft). Denn solange du sie noch nicht erledigt hast, spukt sie immer weiter in deinem Kopf umher und entzieht dir Energie. Erledige kleine Aufgaben am besten sofort und setze dir für größere Projekte klare Zeitzonen.

Delegieren

Überlege dir zudem, welche der Aufgaben, die du nur sehr ungern ausführst, du eventuell delegieren musst. Jeder Mensch hat andere Vorlieben, vielleicht findet ihr ja ein paar Kompromisse, die euer beider Leben einfacher und schöner machen. Solche Aufgaben zu entdecken ist manchmal gar nicht so leicht. Ein Tipp dafür ist es, sich drei Wecker über den Tag zu stellen und immer beim klingeln kurz innezuhalten. Achte darauf ob dir die Tätigkeit Spaß macht oder eben nicht. Wenn sehr oft das Ergebnis kommt, dass du keinen Spaß hast, solltest du dir überlegen, wie du deinen Alltag umgestalten kannst. Jeder hat im Alltag Aufgaben, die nicht unbedingt Spaß machen, dass ist klar. Wichtig ist nur, dass die positiven Aufgaben überwiegen.

Perfektionismus

Der letzte Punkt zum Thema Planung ist der Perfektionismus… Ist ja schön und gut, wenn alles perfekt ist, aber oft reicht es auch völlig aus, wenn es einfach „nur“ gut ist. Das Streben nach Perfektion benötigt so viel Energie, die du vielleicht woanders vermissen wirst. Nach dem Pareto-Prinzip benötigt man meist für 80% der Leistung nur 20% der Zeit, die restlichen 80% der Zeit gehen dann für die letzten 20% drauf. Also überlegt euch genau ob euch die Perfektion in das in diesem Fall wert ist.

Ausblick

So, wie gesagt musste ich den Text teilen. Nächsten Sonntag geht es dann mit den Themen Kontrolle und Akzeptanz und deren Einfluss auf deine Energie weiter. Natürlich könnt ihr mir auch gerne jetzt schon Fragen stellen und Feedback geben. Falls ihr noch Ideen habt, oder meint, dass noch etwas Wichtiges fehlt, schreibt es bitte in die Kommentare!

Ich freu mich schon auf nächste Woche!

Bis dahin alles Liebe <3

Anne

Ein Kommentar bei „5 Punkte, die dir zu mehr Energie im Alltag verhelfen“

  1. Hallo liebe Anne,

    zuerstmal: Danke, dass du meinen Beitrag geteilt hast – ich fühle mich geehrt! <3

    Das Thema Energie finde ich total interessant!
    Energie ist immer im Übermaß vorhanden – so habe ich das noch nie gesehen. Ich dachte, wenn ich mich z.B. antriebslos fühle, liegt es daran, dass ich schlicht keine Energie mehr übrig habe.

    Deine Tipps fand ich wirklich gut, weil sie am Kern ansetzen. Denn wir wissen alle, dass wir uns mit den richtigen Menschen umgeben sollten, zu viel Stress schlecht ist und Bewegung wichtig. Aber gerade letzteres fällt mir noch ziemlich schwer. Da will ich nicht "powere dich 5x die Woche so richtig aus" lesen, wenn ich es bisher gerade mal geschafft habe, regelmäßig Yoga zu machen. Deshalb hat mir dein Ansatz sehr gefallen, mit moderater Bewegung anzufangen und es zu Anfang nicht zu übertreiben.

    Sich von Menschen zu trennen, die uns nicht gut tun, finde ich am allerschwersten. "Nein" sagen ist das eine (ich war immer eine Ja-Sagerin, aber mittlerweile habe ich gelernt, öfter nein zu sagen, wenn ich weiß, dass mir etwas nicht gut tun wird).
    Das Zitat vom Dalai Lama & Felicitas Heyne ist einfach perfekt! Es passt so gut in unsere Zeit und bringt das Problem auf den Punkt.

    Am Ende kommt es immer auf die Balance an. Man muss für sich selbst herausfinden, was einem Energie raubt und was die Energievorräte wieder auffüllt.

    Ich freue mich schon auf die nächsten Beiträge!
    Liebe Grüße,
    Chrissi

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