Energie: Energieräuber entdecken

Das Energie wichtig ist, brauche ich glaube ich Keinem zu erklären… Aber gerade im Alltag vergisst man oft, auf die eigene Energie zu achten. Man macht halt was gemacht werden muss und was man schon immer gemacht hat. Zumindest geht es mir immer wieder so. Wenn ich keine Energie mehr habe, bin ich unzufrieden mit mir und erwische mich immer wieder bei dem Vergleich mit Anderen. Das entzieht mir dann auch noch den letzten Rest an Energie und Motivation und die Unzufriedenheit steigt weiter an. So kann es passieren, dass wir all unsere Energie in Dinge „verschwenden“, die unser Leben nicht bereichern und am Ende nichts mehr da ist für die Dinge, die uns wirklich glücklich machen. Falls ihr Lust habt, das zu ändern, lest euch den Text durch und macht gerne bei einer kleinen Achtsamkeitsübung für diese Woche mit (Mehr Infos am Ende des Textes).

Es gibt verschiedenste Energieräuber in deinem Alltag. Sie haben sich an dein Leben angepasst und sind oft gut getarnt. Deshalb ist es wichtig, immer wieder die Achtsamkeit genau auf diese kleinen Biester zu lenken, um sie zu erkennen und abzuschütteln.

Auch wenn die Energieräuber immer individuell ausgeprägt sind, gibt es ein paar Faktoren, die bei den meisten Menschen zu dem Gefühl der Antriebslosigkeit und Erschöpfung führen.

Körper:

Schlafmangel, eine ungesunde und unausgewogene Ernährung, wie auch zu wenig Bewegung können dir Energie entziehen.

Beim Schlaf leuchtet das wahrscheinlich Allen ein.

Bei der Ernährung habe ich beispielsweise für mich festgestellt, dass wenn ich sehr viel auf einmal oder viel Süßkram esse, ich danach einfach nur müde und schlapp bin. Ich will dann eigentlich nur noch auf mein Sofa und ein Mittagsschläfchen machen. Das soll jetzt nicht bedeuten, dass ihr auf Süßigkeiten oder anderes verzichten sollt (mache ich im Übrigen auch nicht :D), aber ich finde es schon mal gut zu wissen, welche Auswirkungen meine Ernährung auf mein Energielevel hat.

Mit der Bewegung ist es bei mir so, dass das viel mit meiner Zufriedenheit zu tun hat. Ich habe festgestellt, dass ich, wenn ich mich gar nicht, oder nur wenig am Tag bewege, meine Unzufriedenheit ansteigt, und diese Unzufriedenheit lähmt mich für alles andere, was ich gerne tun würde.

 

Stress:

Zeitdruck, aufgeschobene Aufgaben und Perfektionismus und natürlich viele andere Faktoren können zu Stress führen (Ich denke, das hat jeder von euch schon einmal erlebt…😉).

Gerade das vor-mir-herschieben von Aufgaben oder Entscheidungen entzieht mir persönlich total viel Energie, da ich diese nie ganz aus meinem Kopf verbannen kann und dadurch über die ganze Zeit mit mir rumschleppe. Somit kann ich die Zeit vor der Aufgabe oder Der Entscheidung nicht mal in vollen Zügen genießen. Es liegt überall ein ganz feiner Nebel drüber, der mich daran erinnert, dass ich eigentlich etwas anderes tun sollte.

 

Langeweile:

Jeder kennt wahrscheinlich diese lähmende Langeweile, die meist noch mit einer ordentlichen Portion Unzufriedenheit versetzt ist… Genau in solchen Situationen ärgere ich mich am meisten über mich selbst. Eigentlich hätte ich Zeit und könnte etwas unternehmen, was mir spaß macht, aber ich bekomme meinen Hintern nicht hoch. Dabei entsteht bei mir ein Teufelskreislauf… Leider habe ich die schlechte Angewohnheit, aus Langeweile heraus zu essen, früher bin ich dann wirklich alle 10 Minuten aufgestanden, zum Kühlschrank gelaufen, habe reingeschaut, nichts so richtig Tolles gefunden und hab mich wieder aufs Sofa begeben. Zwischendurch habe ich allerdings immer wieder Essen mitgenommen, obwohl ich nicht mal so richtig Lust draufhatte. Somit habe ich also aus Langeweile und Unzufriedenheit gegessen und bin dabei noch unzufriedener geworden. Außerdem bin ich durch den vollen Bauch noch unmotivierter gewesen aufzustehen (außer natürlich um Nachschub zu holen).

 

Gedanken:

Deine Gedanken haben einen unglaublich großen Einfluss auf dich, dein Handeln und natürlich auch dein Energielevel. Mit negativen Gedanken, ständigen sorgenvollen Kopfkino und zu hohen Ansprüchen an dich selbst, lädst du die Energieräuber grade zu dir ein. Jeder Gedanke in diese Richtung entzieht dir Energie.

Ein gutes Beispiel dafür ist der Gedanke: „Das schaffe ich doch sowieso nicht“. Wenn du das die ganze Zeit denkst, geht dafür soviel Energie drauf, dass du es am Schluss tatsächlich nicht schaffst.

Das Hinterherjagen hinter Zielen Anderer und das ewige Vergleichen mit Anderen kann dir ebenfalls unglaublich viel Energie entziehen. Oft entwickeln wir dabei Ansprüche an uns selbst, die nicht realistisch sind.

Auch das ständige sorgenvolle Durchspielen von Situationen entzieht dir nur unnötig Energie und du kommst der Lösung kein Stück näher.

 

Beziehungen:

Auch wenn es ein sehr schwieriges Thema ist, können auch Beziehungen zu Energieräubern werden. In manchen Situationen ist das völlig natürlich, beispielsweise wenn ein Mensch sich in einer schweren Phase befindet und deshalb mehr Unterstützung benötigt. Aber es gibt auch Beziehungen, die einem permanent Energie entziehen. Das hängt oft mit der Einstellung, oder dem Denken der anderen Person zusammen. Wenn diese in allem immer nur das Negative sieht, nur jammert und lieber über Andere herzieht, als im eigenen Leben aufzuräumen, kann das sehr belastend sein und in jedem Kontakt viel Energie entziehen.

Aber auch die eigene Einstellung ist sehr wichtig beim Thema Beziehung. Wenn du das Gefühl hast, dich permanent verstellen zu müssen, kostet das Kraft. Vielleicht passiert es dir auch, dass du immer wieder einwilligst Dinge zu machen, auf die du überhaupt keine Lust hast. Ein „Nein“ zu einem Freud zu sagen ist meistens viel schwerer, als zu einer Fremden Person (und das ist auch oft nicht leicht).

Achtsamkeitsübung

Das waren jetzt so ein paar Faktoren, die mir immer wieder als Energieräuber auffallen. Natürlich spielen dabei noch viele andere Aspekte mit rein und es ist gar nicht so leicht, einfach nur aus den Erinnerungen heraus all diese persönlichen Energieräuber zu identifizieren.

Deshalb habe ich mir überlegt, dass wir gemeinsam eine Woche lang nach unseren Energieräubern im Alltag suchen. Es geht dabei erstmal nur um das Erkennen und Wahrnehmen dieser Faktoren. Am besten, ihr notiert eure Erkenntnisse kurz schriftlich in ein kleines Notizbuch oder ins Handy. So könnt ihr euch am Ende der Woche noch an alles erinnern.

Im Anschluss daran überlegen wir gemeinsam, wie wir vielleicht ein paar dieser alltäglichen Energieräuber abschütteln, oder zumindest ausgleichen können. So haben wir am Ende des Monats hoffentlich mehr Energie für die Dinge, die uns glücklich machen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn du dabei bist! Teile gerne ein paar deiner Ergebnisse während oder am Ende dieser Woche mit mir. Über Instagram werde ich versuchen, euch ein paar Einblicke zu meinen persönlichen Energieräubern zu geben.

Ich freu mich auf euch!

2 Kommentare bei „Energie: Energieräuber entdecken“

  1. […] wir uns jetzt schon ein bisschen mit Energieräubern und Energiebringern auseinandergesetzt haben, gibt es heute eine kleine Zusammenfassung zum Thema […]

  2. […] zurückziehe, verfalle ich meistens wieder in alte Muster und schaue Serien oder ähnliches… das entzieht mir auch mehr Energie als das es mir etwas bringt. Als letztes kommt noch der Süßigkeitenkonsum dazu der bei meinen […]

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