Meine Ziele 2018: Achtsamkeit und Neugierde

Persönliche Ziele… ein Thema mit dem ich mich schon länger beschäftige. Wie „funktionieren“ Ziele eigentlich? Was sind Vor- und Nachteile von Zielen? Wie macht einen ein Ziel wirklich glücklich und wie bestreitet man den Weg dorthin positiv? Zu dem Thema habe ich bereits zwei Beiträge verefasst, jetzt geht es um die Umsetzung und meine persönlichen Ziele.

Für mich steht dieses Jahr für Ausprobieren und Wandel. Ich möchte neue Seiten an mir entdecken, neue Abenteuer erleben, lernen Dinge zu tun, die ich nie für möglich gehalten habe. Meine zwei großen Herzensziele sind zum einen meine Achtsamkeit und Ausgeglichenheit zu verstärken, zum anderen Neues auszuprobieren und zu erleben. Um diese zugegebenermaßen erstmal sehr grob und weit formulierten Ziele für mich zu erreichen, habe ich mir für jedes Ziel 12 persönliche Challenges überlegt (mehr zur „Adventskalender-Methode“ und dem Sinn von Teilzielen gibt’s in diesem Artikel).

Monatliche Aufgaben

Für jeden Monat eine Aufgabe, die mich meinem Ziel näherbringt und auf die ich mich jetzt schon freuen kann. Abgesehen von ein paar Herausforderungen, die fest an einen bestimmten Monat gekoppelt sind, ziehe ich immer am Ende des vorherigen Monats eine neue Challenge für den nächsten Monat. Ich liebe Überraschungen und Spontanität, leider habe ich die beiden in den letzten Jahren sehr vernachlässigt und mich in ganz vielen Plänen ein bisschen verloren. Das soll sich auf jeden Fall ändern im nächsten Jahr! Ich weiß, es ist paradox zu planen weniger zu planen und mehr im hier und jetzt zu leben… Wie gesagt, ich habe noch einen langen Weg vor mir 😀

Der Vorteil der monatlichen Aufgaben besteht für mich persönlich ganz klar darin, dass sie zeitlich begrenzt sind. Ich bin kein Mensch, der Regeln liebt und versuche, mein Leben relativ frei davon zu genießen. Jedoch hatte ich ja bereits erwähnt, dass ich nicht die Disziplinierteste bin und somit schwammige aussagen wie „ich möchte XY reduzieren?“ wenig Wirkung erzielen.

Deshalb sind viele meiner Challenges von täglich zu erfüllenden Aufgaben geprägt. Beispielsweise möchte ich regelmäßig meditieren, was für diesen Monat bedeutet, dass ich jeden Tag versuche zumindest eine kleine Meditation einzuschieben. Das bedeutet nicht, dass du das genauso machen musst. Überleg dir einfach genau was zu deinem Ziel passt und wie du am besten Hindernisse vermeiden kannst. Du kennst dich selbst (hoffentlich 😉) am besten. Fragt dich nach deinen Schwächen und was dich zuvor von Zielen abgehalten hat… Bei Mir ist das ganz eindeutig die DISZIPLIN!

Tägliche Aufgaben

Der Vorteil an täglichen Aufgaben ist natürlich, dass man sich, Überraschung, täglich mit dem Ziel auseinandersetzt. Zum einen schiebst du es so nicht vor dir her, zum anderen entwickelt es sich im besten Fall zur Gewohnheit (zumindest ist so der Plan … mal sehen wie das dann tatsächlich Funktioniert 😀 ). Laut verschiedener Studien dauert es ca. 21 Tage, um sich an etwas Neues zu gewöhnen. Wenn du also einen Monat täglich daran arbeitest, eine bestimmte Sache in deinen Alltag zu integrieren, sollte dies auch nach dem Monat weiterhin zum normalen Alltag gehören.

Natürlich heißt das nicht, dass man jeden Tag meditieren MUSS! Es geht darum, Achtsamkeit zu dafür zu schaffen, was dir gut tut und zu sehen wie es in den Alltag integrierbar ist. Wenn du das einen Monat durchgezogen hast, wird es dir in den folgenden Monaten auf jeden Fall leichter fallen dabei zu bleiben.
So und nun endlich zu meinen Zielen …

Ziel Nr. 1: Mehr Achtsamkeit & Ausgeglichenheit

1. Meditation: tägliches Meditieren -> Ziel: 1/2h am Stück meditieren können

2. Dankbarkeitstagebuch: jeden Abend drei Punkte aufschreiben, für die ich besonders Dankbar bin

3. Yoga: täglich Yoga üben -> Ziel: Flexibilität & Entspannung steigern; Kopfstand lernen

4. Selbstliebe: tägliche Übungen zum Thema Selbstliebe

5. Stressquellen identifizieren: Auslöser für Stress dokumentieren -> Ziel: Auslöser reduzieren

6. Glücksquellen identifizieren: Auslöser für Glücklich sein identifizieren -> Mehr auf das schöne Fokussieren; Auslöser verstärken

7. Morgenroutine entwickeln: einfach mal rumprobieren, was passt und glücklich macht

8. Abendroutine entwickeln: hier gilt das gleiche … probieren geht schließlich über studieren 😛

9. Achtsamkeit bei der Ernährung: Jetzt wirds hart aber ich weiß, dass es mir gut tut… keine ungesunden Snacks, kein raffinierter Zucker, kein Weißmehl, keine Milchprodukte, kein Alkohol

10. Lesezeit: täglich zumindest ein bisschen lesen (Unikram zählt nicht!)

11. Bewegung: täglich zusätzlich zu den Spaziergängen etwas für mich tun

12. Achtsamkeit: nicht nur für mich sondern auch für andere (auch Fremde)

Ziel Nr. 2: Neue Dinge ausprobieren und erleben

1. Fahrradfahren: ok, ist jetzt eigentlich nichts neues, will ich aber mehr in meinen Alltag integrieren deshalb einen Monat keine öffentlichen Verkehrsmittel (für Strecken bis zu einer Stunde)

2. Einen Halbmarathon laufen: am besten den Tegernsee-Lauf 😊

3. Plastikfrei bei Nahrungsmitteln und Kosmetikprodukten

4. Gitarre lernen: tägliches üben

5. Eine Nacht im freien schlafen: Sternenhimmel ich komme …

6. Durchs Leben tanzen: Wer mich kennt, ich bin keine besonders gute Tänzerin, aber es macht mich glücklich, deshalb möchte ich regelmäßig Tanzen. Das wird mich ganz schön viel Überwindung kosten… aber es soll ja auch eine Herausforderung sein.

7. Fotografieren lernen: täglich üben

8. Bildbearbeitung lernen: täglich üben

9. Neue Rezepte kochen: mindestens 2 pro Woche

10. Podcast hören

11. Neues Land kennenlernen

12. Spontan sein: Ja statt Nein und weniger Vernunft

Anmerkung zum täglichen Üben

Für mich ist es wichtig dran, zu bleiben (Thema Disziplin 😉 ). Aber manchmal gibt es auch einfach Tage, die sehr vollgepackt sind. Sei achtsam und höre auf deinen Körper. Vielleicht schaffst du es ja, dich zumindest 10 Minuten mit dem Thema zu beschäftigen… danach wirst du Stolz sein, dass du dich trotz allem aufgerafft hast. Aber wenn du einfach mal Pause brauchst und die nicht mit irgendetwas anderem verbringen willst, nimm sie dir. Die Challenges sollen Spaß machen und nicht stressen!

Also selbst wenn es mal nicht klappt ist das völlig ok. Ärgere dich nicht über dich selbst, akzeptiere dich, so wie du in dem Moment bist und entscheidest. Es gibt mit Sicherheit einen guten Grund für deine Entscheidung. Wegen einem Tag aussetzen ist nichts verloren! Schwierig wird es erst, wenn du dich selbst so ärgerst oder frustriert bist, dass du deinen kompletten Erfolg in frage stellst (zu dem Thema gibt’s dann nächste Woche nochmal einen kompletten Blogpost). Also denk dran, Morgen ist ein neuer Tag, an dem du wieder mehr Zeit, Energie und Motivation hast, um weiterzumachen. Ich werde mir pro Woche einen „Jokertag“ gönnen. Das nimmt für mich den Druck aus der Sache und ich kann die Erfahrung einfach genießen.

Habt ihr euch schon Ziele überlegt?

Ja ich weiß es ist schon Mitte Januar, aber mir ist einfach aufgefallen, dass jedes Mal, wenn ich mich mit meinen Zielen beschäftigt habe, sie sich wieder ein wenig verändert haben. Die endgültige Form ist tatsächlich erst beim Schreiben von diesem Text entstanden. Aber ich bin froh darüber, denn jetzt freue ich mich einfach auf jede einzelne Herausforderung meiner Ziele und bin schon unglaublich gespannt, wie ich mich im nächsten Jahr entwickeln werde. Deshalb scheut euch nicht, auch jetzt nochmal eure Ziele zu überdenken, wenn ihr euch noch nicht zu 100% auf den Weg dorthin freut (klar ein bisschen Angst ist bei großen Zielen auch manchmal dabei, aber die Vorfreude sollte ganz eindeutig überwiegen!).

Wie immer freue ich mich auf euer Feedback und eure Inspirationen, also schreibt gerne eure Erfahrungen, Wünsche, Ziele oder was euch sonst grade noch im Kopf herumspukt in die Kommentare.
Nächsten Sonntag geht’s dann weiter mit einem Blogpost über Rückschläge und Misserfolge, denn die gehören zum Leben dazu! Deshalb ist es so wichtig, zu wissen, wie man mit solchen Situationen umgeht, positiv bleibt und nicht gleich alles hinzuschmeißt! Ich freue mich schon, hoffe euch geht es auch so.

2 Kommentare bei „Meine Ziele 2018: Achtsamkeit und Neugierde“

  1. Super Text und Inhalt! Motiviert mich, an meinen Zielen dran zu bleiben und auch noch konkretere Zwischenziele zu setzen. Danke für deine Offenheit, deine Beispiele machen alles so greifbar.

  2. […] intensiv mit dem Thema Ziele erreichen auseinandergesetzt und mir dabei eigene große Ziele für mein Jahr 2018 gesteckt. Ich will dieses Jahr meine Achtsamkeit und Neugierde wiederentdecken und so zu mehr […]

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