„Adventskalender -Methode“: Teilziele nutzen für das Erreichen von Zielen

Heute geht es nochmal um das Erreichen von deinem persönlichen Ziel. Diesmal liegt der Fokus auf dem Nutzen von Teilzielen. Sie können den Weg zu deinem Ziel deutlich leichter machen und dir Frust und Rückschläge ersparen. Denn das wichtigste Ziel ist schließlich, dass du glücklich bist, dein Leben genießen kannst und trotzdem deine persönlichen Ziele erreichst, ohne dass Ärger und Selbstzweifel aufkommen. Deshalb nimm dir Zeit für dich und überlege dir genau wie du an dein Ziel kommst und was dir dabei im wege stehen könnte.

Hast du dir schon einen Lebensbereich ausgesucht, den du verbessern möchtest?

Hast du dir überlegt, warum du diesen verbessern möchtest?

Hast du schon ein Ziel formuliert?

Begeistert es dich?

Wenn du all diese Fragen mit „JA“ beantworten konntest, bist du hier genau richtig. Falls du dir noch nicht ganz sicher bist, nimm dir Zeit für dich, denke noch einmal in Ruhe über diese Fragen nach und suche nach deinen Antworten. Falls du dazu noch ein bisschen Inspiration brauchst, oder dich fragst, ob das überhaupt einen Sinn hat, schau gerne mal bei meinem letzten Artikel vorbei 😊

Und denk dran: Qualität statt Quantität! Überfordere dich nicht mit zu vielen Zielen.

Konzentriere dich auf das, was für dich die größte Bedeutung hat!

Um diese Ziele besser erreichen zu können, ist es oft eine Hilfe, sich Teilziele und/oder Meilensteine zu setzen.

Inhalt:

Gründe für die Formulierung von Teilzielen

  1. Das Ziel bleibt in Sichtweite
  2. Hindernisse können identifiziert werden
  3. Erfolge werden schneller sichtbar

Die „Adventskalender-Methode“

Umsetzungsvarianten

 

Gründe für die Formulierung von Teilzielen

Es gibt für mich 3 wichtige Gründe für die Nutzung von Teilzielen (Es gibt bestimmt noch ganz viele andere … 😀 )

1.    Das Ziel bleibt in Sichtweite

Wenn du dir große Ziele steckst, kann es schnell passieren, dass du diese aus den Augen verlierst, oder Versagensängste auftreten. Deshalb kann es helfen, diese großen Ziele runterzubrechen, um weiterhin motiviert zu bleiben und auf dem „Zielweg“ zu bleiben. Aber Achtung, zerteile deine Ziele nicht in zu kleine Schritte, da dies den Weg eher verlängert und demotivierend wirkt.

Beispiel: Morgenritual entwickeln… Wenn du dabei jeden winzigen Punkt aufschreibst, also Aufstehen, Strecken, Zähneputzen, … Dann hast du eine elendig lange Liste für einen Prozess, der vielleicht nur 15-30min dauert. Also beschränke dich bei den Teilzielen auf das Wichtige.

 

2.    Hindernisse können identifiziert werden

Bei dem Überlegen von Teilzielen solltest du daran denken, welche Hindernisse auftreten können, die dich von deinem Ziel abhalten. Frage dich deshalb: „Was für Hindernisse können auftreten und wie kann ich diese verhindern, oder mich darauf vorbereiten?“

Das Ganze nennt sich mentales Kontrastieren und stammt aus der WOOP Methode von der Psychologin Gabriele Oettingen („Rethink positiv Thinking“ 2014). WOOP beschreibt sozusagen den Weg, der zu gehen ist, um ein Ziel zu erreichen. W = Whish (Was ist dein Wunsch?) à O = Outcome (Wie lautet dein Ziel/ Was soll dein Ergebnis sein?) à O = Obstacle (Was sind Hindernisse?) à P (Wie lautet dein Plan?). Gabriele Oettingen hat diese Methode entwickelt, da sie in ihren Studien festgestellt hat, dass der Erfolg, Ziele zu erreichen nicht nur mit dem Erträumen vom Ziel zusammenhängt. Ihrer Meinung nach wähnten sich Personen, die nur von ihren Zielen träumten schon am Ziel. Die Teilnehmer, die sich verstärkt mit dem Weg zum Ziel und damit auch den Problemen und Hindernissen auseinandergesetzt haben, haben ihre Ziele öfter erreicht als die „Träumer“.

Also nehmt euch die Zeit und macht euch ein paar Gedanken dazu, ich bin sicher, ihr werdet es nicht bereuen 😉

 

3.    Erfolge werden schneller sichtbar

Durch die „kleinen“ Ziele und das Erreichen von Zwischenschritten wird der Erfolg und der Fortschritt viel deutlicher. Du kannst zurückblicken und siehst genau, was du schon alles geschafft hast. Dies ist ohne Teilziele sehr viel schwerer, vor allem, wenn du in einer Situation bist, in der du dringend Motivation zum Weitermachen brauchst… Da ist es oft nicht ganz so leicht zu sehen, was du bereits geschafft hast, zumindest geht es mir oft so.

Deshalb überlege dir eine Strategie, wie du deine Erfolge sichtbar machen kannst. Wie du das machst, ist ganz dir überlassen. Ein paar Vorschläge wären: Erfolge aufschreiben oder Visualisieren (Diagramme eignen sich dafür gut, oder du zeichnest dir deinen Weg mit den verschiedenen Zwischenschritten nach und kennzeichnest immer deine eigene Position.) Wie gesagt es ist Typsache, wie genau du das umsetzt, aber überlege dir einen Ort dafür, an dem du deine Erfolge regelmäßig (täglich) siehst und so motiviert bleibst.

Die „Adventskalender-Methode“

Ja ich weiß, der Name ist etwas seltsam… mir ist aber bisher nichts Besseres eingefallen (Falls ihr ne Idee habt, immer her damit 😀 ) Eigentlich ist das Prinzip sehr einfach. Du unterteilst dein auserkorenes Ziel in 12 Schritte/Aufgaben. Jeden Monat kannst du dich dann auf eine neue kleine Herausforderung freuen und kommst deinem Ziel ein Stück näher.

Bei der Wahl der Teilziele solltet ihr dran denken:

  • Höre bei der Auswahl und Formulierung auf dein Bauchgefühl
  • Die Aufgaben sollten immer noch positiv besetzt sein, denn wenn du dich im Voraus nicht auf die Herausforderung freust, wie soll es dann in Krisen sein. Auch die Teilziele sollen dich glücklich machen und keine Schinderei für dich darstellen! Falls du das Gefühl trotzdem hast, hinterfrage dein „großes“ Ziel und suche dein Warum dahinter. Vielleicht ist hier ja noch etwas ungeklärt? (Link zum letzten Beitrag ist oben eingefügt)
  • Verwende verschiedene Schwierigkeitsstufen, Abwechslung macht das Leben schließlich interessant und du hast auch mal ein paar Verschnaufmonate 😉
  • Und wie immer: Nimm dir Zeit dafür!

Umsetzungsvarianten

Es gibt eigentlich keine Regeln, wie ihr das Ganze umsetzt, ich denke, dass das wieder sehr von der eigenen Persönlichkeit abhängt.

Wenn du dich wohler fühlst, alles durchgeplant zu haben, dann kannst du dir auch schon einen Plan erstellen, welches Ziel zu welchem Monat gehört.

Wenn du lieber spontan bist, suche dir jeden Monat eins aus oder stecke alle Ziele in ein schönes Glas und lass dich überraschen.

Das Ganze kannst du natürlich auch mischen, vielleicht hast du schon Ziele die fest mit einem Monat verbunden sind und willst dich bei den anderen überraschen lassen?

Falls du Lust hast und es zu deinem Ziel passt, kannst du dir natürlich auch noch Schritte/tägliche Aufgaben für dein Monatsziel überlegen, aber das musst du noch nicht jetzt machen. Nimm dir doch am Ende jeden Monats ein wenig Zeit, dir über dein nächstes Ziel Gedanken zu machen.

Wie gesagt mach das, wie du es für dich am besten findest. Es geht darum, dass du Spaß an deinem Weg zu Ziel hast. Fang einfach an, nimm dir am besten gleich heute noch ein bisschen Zeit, du musst nicht alles an einem Tag machen, es geht nur darum den ersten Schritt zu machen!

 

Was haltet ihr von der Methode? Habt ihr Lust, sie dieses Jahr mit mir gemeinsam auszuprobieren?

Gebt mir gerne Feedback in den Kommentaren!

Die nächsten Artikel werden sich um meine persönlichen Ziele für 2018 und der Umgang mit „Rückfällen“ oder Scheitern drehen. Habt ihr dazu schon Fragen oder Interessen, die in den Texten behandelt werden sollen?

 

 

 

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